Neurologische Beschwerden

 

Die Neurologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. Die Organsysteme, die in der Neurologie Berücksichtigung finden, sind das zentrale Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, seine Umgebungsstrukturen und blutversorgendeGefäße sowie das periphere Nervensystem einschließlich dessen Verbindungsstrukturen mit den Muskeln sowie die Muskulatur.


Die häufigsten neurologischen Beschwerden sind:

 

Kopfschmerzen und Migräne

 

Es gibt viele Arten von Kopfschmerzen mit über 200 Ursachen. Typische Merkmale der Migräne sind oft einseitige, pulsierend-pochende Kopfschmerzattacken. Diese werden begleitet von Appetitlosigkeit, oft auch Übelkeit, Lichtscheuheit, Lärmempfindlichkeit. Individuell finden sich unterschiedliche Auslöser der Attacken wie Menstruation, Stress etc.

 

Chronische Rückenschmerzen


Chronische Rückenschmerzen sind Schmerzen, die seit mindestens drei Monaten bestehen. Sie können während dieser Zeit in Intensität und Ausprägung variieren.

 

Multiple Sklerose

  

Beim Krankheitsbild der Multiplen Sklerose werden Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark durch Angriffe des eigenen Immunsystems auf die Nervenscheiden zerstört. MS schreitet meist schubförmig voran und hat zunehmende Lähmungen zur Folge.

 

Epilepsien

 

Bei Epilepsien handelt es sich um Krampfanfälle, die durch eine exzessive Entladung von Nervenzellen im Gehirn verursacht werden und dann auf einzelne Teile oder das gesamte Gehirn übergreifen. Dadurch kommt es zu unwillkürlichen Verhaltens- und/oder Empfindungsstörungen. Die Diagnose eines chronischen Anfallsleidens ist erst nach mehreren Anfällen möglich. Ausgelöst werden epileptische Anfälle als Folge von Hirnerkrankungen, Anlageanomalien, Alkoholmissbrauch oder unbekannter Ursache.


Schlafstörungen


Viele neurologische Erkrankungen (Parkinson, Demenz, Tumore, Epilepsie) oder psychiatrische Störungen können Ursache einer Schlafstörung sein. Zu den häufigen Auslösern zählen ein erhöhter Konsum von Alkohol, Koffein oder Nikotin sowie eine Vielzahl von Medikamenten oder auch die Fehleinschätzung des eigenen Schlafbedürfnisses.
Etwa zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung in westlichen Industrieländern geben in Umfragen einen gestörten und nicht-erholsamen Schlaf an.

 

Schlaganfall 


Der ischämische Insult oder Apoplex, auch Hirninfakt genannt, ist eine Form des Schlaganfalls. Durch Verschlüsse in Blutgefäßen des Gehirns kommt es zu plötzlicher Minderdurchblutung in bestimmten Gehirnregionen. Die Folgen sind unter anderem Lähmungen, Beeinträchtigungen des Augenlichtes, Sprachstörungen und Gedächtnisverlust.


Schädel-Hirn-Trauma und Querschnittslähmungen

 

Beim Schädel-Hirn-Trauma handelt es sich um eine Verletzung des Gehirns, während bei Querschnittlähmungen das Rückenmark betroffen ist. Schädel-Hirn-Traumata sind zu 80 Prozent Folgen von Verkehrsunfällen. Beim leichten Schädel-Hirn-Trauma besteht nur eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit und es erfolgt eine schnelle Erholung des Patienten. Bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma folgt häufig ein längeres Koma.

 

Parkinson-Krankheit

 

Bei Parkinson-Patienten wird der Gehirnbotenstoff Dopamin nicht mehr ausreichend produziert, dadurch kommt es zu Bewegungsstörungen. Typische Symptome dieser Krankheit sind Bewegungsarmut (Hypokinesie), Muskelstarre (Rigor) und Zittern der Extremitäten (Tremor).

 

Demenzen


Unter Demenzen werden Störungen des Gedächtnisses und des Denkvermögens infolge degenerativer Erkrankungen des Gehirns („Hirnzerfall”) verstanden. Häufigste Formen der Demenzen sind die Alzheimer-Erkrankung (Ablagerung von Eiweißen mit Bildung von Plaques) und Gefäßerkrankungen (Anhäufung kleiner stummer Schlaganfälle). 

 

Hirnblutung
 

Durch teilweise massive Blutungen ins Gewebe hinein, werden Teile des Gehirns geschädigt oder sterben ab. Es werden Blutungen in den Subarachnoidalraum (enthält die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit), den Epiduralraum (der die Hirnoberfläche umgibt) und in den Subduralraum (unterhalb der Hirnhäute) unterschieden.

 

Gehirntumore


Gehirntumore sind meistens bösartig und gehen nicht von Nervenzellen, sondern vom Stützgewebe (Glia) aus. Zu diesen Gliomen gehören Astrozytome, Oligodendrogliome und gemischte Gliome. Im Gehirn siedeln sich bei Krebsarten, wie beispielsweise dem Lungenkrebs, häufig Metastasen an. Gutartige Tumore sind selten.
 


 

Die häufigsten Symptome bei neurologischen Erkrankungen sind:

 


 

Naturheilkundliche Behandlung


Wie auch in der Schmerztherapie hat sich insbesondere die Akupunktur bei der Behandlung neurologischer Beschwerden bewährt. Das Setzen von Nadeln oder die Stimulierung von Akupunkturpunkten mit Licht (Laser-Akupunktur) oder mit Reizstrom (Elektro-Akupunktur) hat unter anderem auch einen heilenden Einfluss auf das Nervensystem von Mensch und Tier.